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In jüngster Vergangenheit hat die Zahl von Kindern mit Schädelasymmetrie deutlich zugenommen. Als Ursache dafür kann die Zunahme von Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und überwiegende Lagerung auf dem Rücken angesehen werden. Der Lagebedingte Plagiocephalus ist durch eine asymmetrische Abflachung auf einer Hinterhauptseite des Kopfes, teilweise mit Achsverschiebung der Ohrachse und Einbeziehung des Gesichts charakterisiert. Der lagebedingte Brachycephalus ist durch eine generalisierte Abflachung des Hinterkopfes gekennzeichnet. Kinder mit Lagebedingtem Scaphocephalus haben eine schmale, langgezogene Kopfform. Beide Schädeldeformitäten Brachycephalus und Scaphocephalus können mit einer Komponente des Plagiocephalus verbunden sein. Diese Schädeldeformitäten sind in der Regel nicht auf eine Synosthose der Schädelnähte zurückzuführen, sondern haben ihre Ursache durch die Einwirkung verformender Kräfte. Die Differenzialdiagnose zu Craniosynostosen kann neben der Klinik durch Röntgen, CT oder MRT abgesichert werden.

Kopfformen

Durch eine überwiegende Lagerung des Kindes auf dem Rücken wirkt die Schwerkraft auf den Hinterkopf des Babys. Der weiche Schädel und die offenen Schädelnähte begünstigen die entsprechende Abflachung am Hinterhaupt und u.U. die Veränderung auf der Gesichtsseite. Etwa 85% der Kinder mit lagebedingtem Plagiocephalus haben einen muskulären Torticollis und eine eingeschränkte Kopf- und Nackenbeweglichkeit. Dies kann zu assoziierten Asymmetrien und Achsabweichungen der Ohren, der Augenhöhlen, der Wangen und des Kinns führen.

Es gibt neben den o.g. noch weitere Gründe, die zu einer Ausbildung des lagebedingten Plagiocephalus führen können, z. B. neben den bereits erwähnten Früh- und Mehrlingsgeburten, angeborene Anomalien der Wirbelsäule, Macrocephalie, asymmetrische hyper- oder hypotonie der Halsmuskulatur, Torticollis, Plexusparese u.a.

Kinder die Symptome eines lagebedingten Plagiocephalus zeigen, sollten möglichst früh behandelt werden. Die Deformierung kann alle vier Quadranten des kindlichen Kopfes betreffen und zeigt sich oft durch eine starke Asymmetrie von der auch das Gesicht betroffen sein kann.
Schlafen und spielen Starband
Eine Frühzeitige Behandlung des lagebedingten Plagiocephalus ist dringend angezeigt. Physiotherapeuten sollten die Eltern entsprechend anleiten, d.h. Hinweise geben, wie das Kind am besten zu lagern, zu tragen und zu füttern ist, um den Verformenden Kräften die auf den Kopf einwirken entgegenzuwirken. Die Eltern lernen, wie ihr Kind in Wachphasen motiviert werden kann seinen Kopf anzuheben und so die Nacken und Rumpfmuskulatur zu kräftigen.

Ist trotz gezielter Therapie, Handling und Lagerung des Kindes bis ins Alter von 6 Monaten keine Verbesserung in Form oder Symmetrie des Kopfes erzielt worden, können unter Umständen weitere Untersuchungen sinnvoll sein. Ist der Grund für die Abflachung jedoch in einem lagebedingten Plagiocephalus oder lagebedingten Brachycephalus begründet, kann eine speziell gefertigte Dynamische Kopforthese, das STAR-bandTM, den Kopf dabei unterstützen, gleichmäßiger und in eine bessere Form hineinzuwachsen.

Die Dynamische Kopforthese STAR-bandTM behindert nicht das allgemeine Kopfwachstum. Die Orthese dient dazu, den Kopf des Kindes während des natürlichen Wachstums zu einer gleichmäßigeren Form und zu mehr Symmetrie zu führen.

Der Name STAR-bandTM (Symmetry Through Active Remolding) Symmetrie durch aktive Umformung beschreibt die aktive, dynamische Wachstumslenkung durch die Kopforthese.
Schlafen und spielen Starband

Ziel ist es, das Kopfwachstum zur Symmetrie hin zu lenken. Anlagepunkte dort zu schaffen, wo das Wachstum gebremst, und in die Richtung Freiräume zu geben, in die das Wachstum gelenkt werden soll.

Die regelmäßige Anpassung der Dynamischen Kopforthese während der gesamten Behandlungsdauer wird von entsprechend geschulten Orthopädietechnikern sichergestellt.

Bei der Erstvorstellung werden die Patientendaten erfasst, eine ausführliche Anamnese erhoben und eine klinische Untersuchung durchgeführt.

Für die Herstellung der Dynamischen Kopforthese STAR-bandTM ist die Erfassung einer Vielzahl von Parametern des kindlichen Kopfes mit dem STARscannerTM notwendige Voraussetzung. Hierbei wird aus einem optischen Scan des Babykopfes ein Modell erstellt, aus dem die individuell angepasste Dynamische Kopforthese gefertigt wird.

Zwei Wochen nach dem initialen Scan und Auftragserteilung für die Fertigung findet die erste Anprobe statt. Am Tag der ersten Anprobe wird der Sitz des Helms genau geprüft und angepasst. Die Eltern werden über Tragedauer und Pflegehinweise aufgeklärt. Es sind regelmäßig Kontrolltermine zu vereinbaren, um das Wachstum zu kontrollieren und die Dynamischen Kopforthese STAR-bandTM dem Kopfwachstum des Kindes anzupassen.
bieten seit mehr als 20 Jahren in den USA und seit wenigen Jahren auch in Europa umformende Kopforthesen an.

Ziel ist es, das Kopfwachstum hin zur Symmetrie zu lenken. Anlagepunkte dort zu schaffen, wo das Wachstum gebremst, und in die Richtung Freiräume zu geben, in die das Wachstum gelenkt werden soll.

Die regelmäßige Anpassung der Dynamischen Kopforthese während der gesamten Behandlungsdauer wird von entsprechend geschulten Techniker sichergestellt.

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